COVID-Guards für stationäre Pflegeeinrichtungen

Die COVID-19-Pandemie stellt uns alle und besonders die stationären Pflegeeinrichtungen vor eine noch nie dagewesene Herausforderung und Verantwortung. Es erfordert eine konsequente Auswahl, Umsetzung und fortwährende Begleitung der COVID-Maßnahmen, um die Gesundheit und das Selbstbestimmungsrecht der Bewohnenden zu wahren.

Dialog und Fürsorge in der Pandemie

Der persönliche Kontakt zu Angehörigen ist für die Bewohnerinnen und Bewohner ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens. Aus diesem Grund sind die Besuchskonzepte der Pflegeeinrichtungen - vor allem im Winter, wenn es kaum Aktivitäten im Freien gibt - besonders wichtig. Der Kontakt mit anderen Menschen ist nicht nur für das subjektive Wohlbefinden unerlässlich, eine fehlende Interaktion mit anderen kann sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken.

Sowohl die Bewohnenden, das Heimpersonal als auch die besuchenden Angehörigen müssen begleitet und bei der Fürsorge unter Pandemiebedingungen angeleitet werden. Dazu müssen alle Beteiligten in einem ständigen Dialog miteinander stehen - nur so kann ein Auftreten von COVID-19-Infektionen identifiziert, überwacht und lokale Häufungsgeschehen mit einer lückenlosen Kommunikation abgewendet werden.

blaues Schild mit weißer Aufschrift "COVID GUARD"
Logo COVID Guards Jena

Unterstützung für Bewohnende, Personal und Angehörige

Um den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie zu begegnen, wurde das Projekt „COVID-Guards für stationäre Pflegeeinrichtungen in Jena“ mit 13 COVID-Guards (= Wächtern) gestartet.

Die Guards sind Studierende der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena, die jeweils in eine Pflegeeinrichtung geschickt werden und dort den Bewohnenden, dem Personal aber auch den Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vor ihrem Einsatz in den Einrichtungen wurden die Guards vom Universitätsklinikum Jena (UKJ) und dem Gesundheitsamt Jena professionell zu relevanten Hygieneanforderungen und allgemeinen COVID-Regelungen geschult.

Dadurch sind die COVID-Guards bestens auf ihre Herausforderung in den Pflegeheimen vorbereitet. Dort unterstützen die Guards nicht nur bei allgemeinen Fragen zu COVID-19 und zur Impfung, sondern tragen auch dazu bei, negative Gefühle wie Angst, Traurigkeit oder Einsamkeit bei den Bewohnenden zu verringern. So helfen sie, die Lebensqualität der Bewohnenden und ihre geistige Gesundheit langfristig zu verbessern und zu stabilisieren.

Die Projektpartner sind das Gesundheitsamt der Stadt Jena und das Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Jena.

Eindrücke vor Ort

Der Kurzbeitrag des ZDF gewährt einen Einblick in die Arbeit der COVID-Guards in den Einrichtungen.

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